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° Meine erste Begegnung mit
der F O T O G R A F I E fand in einem Kino
in Berlin - Spandau statt. Hingegangen bin ich als Sechzehnjähriger,
weil ich Freunde von erotischen Szenen erzählen hörte.
Antonionis Film > BLOW UP
< hat mich dann viel umfassender faszieniert.
Verstanden habe ich ihn eigentlich erst sechs Jahre später,
bei einem BAR - Gespräch in N e w Y o r k.
Die Vielschichtigkeit der Wahrnehmung von Realität ist für
mich bis heute
ein zentrales Motiv meiner Fotografie.
Was mich antreibt ist Neugierde und Interesse
an Menschen.
Es ist ein quasi angeborener Respekt, der mich so-gut-es-geht davon
abhält,
P o r t r a i t s von Menschen die in persönlichen Begegnungen
entstehen,
oder auch manchmal auch im Vorbeigehen;
für meine Projektionen, oder die Interessen meiner Auftraggeber
zu instrumentalisieren.
Es ist eine Gradwanderung, der persönlichen, intuitiven W a h r
n e h m u n g
und der intellektuellen Annahme über das Bild hinaus anregende
Überlegungen anzustoßen.
Ein Spiegel der Zeit zu sein, kann dabei natürlich nur als Richtungshinweis
gesehen werden, weil schließlich doch Ich dieser Spiegel bin.
GERALD WESOLOWSKI
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