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Brasilien

Belo Horizonte 1996 - 2001

° Mein zweiter Sohn, der 1992 zur Welt kam, hat eine brasilianische Mutter.
Durch ihr berufliches Engagement für Straßenkinder habe ich den Franziskaner-Pater Frei Mariano und seine Hilfsorganisation Irmao Sol kennen gelernt
und in Folge eigener Aktivitäten dann auch Vertreter anderer staatlicher- und nichtstaatlicher Einrichtungen zur Unterstützung der Straßenkinder
in Belo Horizonte.

1997 habe ich mich entschlossen, ausgestattet mit meiner alten Dunkelkammer-ausrüstung und einigen alten Spiegelreflexkameras, in Frei Marianos Hilfsorga-nisation einen Fotokurs für die Jugendlichen bei Irmao Sol anzubieten
und zu betreiben.

   
 
 


Durch europäische Spenden und staatliche Unterstützung ermöglicht,
hatte Irmao Sol zu diesem Zeitpunkt sieben Häuser, verteilt über Belo Horizonte,
in denen nach Altersgruppen geordnet, 120 Straßenkinder ein zu Hause gefunden hatten; Schulausbildung, Essen, ein Bett und soziale Zuwendung durch ein jeweils leitendes Elternpaar in jedem dieser Häuser.

 
   
 


Angeregt, durch Frei Marianos selbstlosen Einsatz für eine Chance im Leben
der Straßenkinder, fühlte ich mich auch durch das Vertrauen, das mir später in
den Favelas entgegengebracht wurde, verpflichtet, an jeder mir zugänglichen Stelle um Hilfe und Aufmerksamkeit für die Kinder und Jugendlichen zu bitten.

 
 


Ziel meines Fotokurses war, mit dem Medium Fotografie den Kindern ein Angebot zum Verständnis der eigenen Situation anzubieten, das auch potenziell in der Lage ist weitere berufliche Perspektiven in verwandten Arbeitsbereichen zu unterstützen.

GERALD WESOLOWSKI